Zurück in Spanien 2026

Veröffentlicht am 6. März 2026 um 16:02

Am ersten Tag des neuen Jahres kommen wir in Spanien genau gesagt in Algeciras wieder an. Der Grenzübertritt von Marokko hat erwartungsgemäß einige Stunden gedauert sodass es jetzt zu spät ist um noch weiter zu fahren. Also beschließen wir erst am kommenden Morgen unsere Drohne bei Carlos abzuholen, und verbringen die Nacht auf einem großen Parkplatz unweit von LIDL und dem Chinashop. Am nächsten Tag holen wir die Drohne und fahren weiter nach Tarifa zu diesem berühmten Surfspot an der sogenannten Landebahn. Verschiedene YouTuber berichten vom schönsten Stellplatz ever...

Los Lances oder auch " Landebahn " ist insbesondere den Windsurfern ein Begriff da hier 1995 Björn Dunkerbeck einen Speedrekord aufgestellt hat. Der Wind kommt fast offshore und bügelt das Wasser glatt für eben solche Speedeinlagen. Da der Strand schnell abfällt kann man bis auf zwei Meter vor dem Ufer entlang der Küste surfen.

Das macht es unglaublich attraktiv für Wassersportler, aber auch ein einfacher Spaziergang am Strand macht richtig viel Spaß.

Allerdings hatten wir keinen Spaß bei der Masse an Campern und Wohnmobilen die hier auf engstem Raum dicht an dicht stehen, sodass ein Übernachten für uns nicht in Frage kommt. Auch der erneute Besuch der Sanddüne von Bolognia lassen wir wegen des anhaltenden Regens ausfallen und fahren stattdessen auf den Stellplatz bei Facinas . Auf dem Weg dorthin können wir einem deutschen Ehepaar helfen, die sich im Schlamm auf einem kleinen Parkplatz eingebuddelt haben.

In Facinas angekommen sitzen wir den Sturm und Regen aus, immer in der Hoffnung das es aufklart wenn wir die Gänsegeier besuchen. Von Facinas nach De la Cueva del Moro sind es nur knapp 18 Km , doch leider will das Wetter nicht mitspielen. Der Himmel ist dick mit Wolken verhangen und der Nebel tut sein übriges dazu.

                                                                                                                                                                                                               Bild oben ist von 2025                 

Leider haben wir an diesem Tag kein Glück, der Nebel wird immer dichter und der Regen zwingt uns zur Aufgabe, aber das Erlebnis war trotzdem mega schön. Das Wochenende und verbringen wir auf dem kostenlosen Wohnmobilstellplatz in Castilblanco .

Die neue Woche beginnt mit einem super spannenden Besuch der Minas de Riotinto in der Provinz Huelva.

Der bekannteste Aussichtspunkt ist der Mirador de Cerro Colorado. Von hier blickt man direkt in eine der größten Tagebau-Minen Europas. Man sieht die riesigen Terrassen die über Jahrzehnte in den Berg gegraben wurden. 

Die Erde leuchtet in unglaublichen Farben von Tiefrot über Ocker und Violett bis hin zu hellem Gelb. Dies wird hervorgerufen durch die oxidierten Metalle wie Eisen und Kupfer im Boden.

Die Region wird seit über 5000 Jahren genutzt. Von den Tartessern über die Römer bis hin zu britischen Unternehmen im 19. Jahrhundert.

 

Gebannt wie Kinder an Weihnachten beobachten wir das Treiben in der Miene, winken den Fahrern und Fahrerinnen in den Dumpern zu , und sind schlichtweg fasziniert. Eine Flotte von über 20 bis teilweise 30+ Großdumpern wie Caterpillar 785 / 789 sind für die Primärförderung im Einsatz.

Während wir noch überlegen ob hier 24 Stunden gearbeitet wird. leert sich die Miene. Die Dumper kommen mit einer letzten Ladung, der Bagger bzw die Bagger werden abgestellt und die Fahrer von PKW abgeholt. Und dann ist alles leer und still, bis eine Sirene um genau 15.00 Uhr dreimal laut ertönt. Kurze Zeit später hören wir hinter uns drei aufeinander folgende Sprengungen, und sehen dicke Staubwolken zum Himmel aufsteigen. Was für ein Spektakel... Nach so vielen Eindrücken genießen wir eine ruhige Nacht an einem Stausee, und früh am Morgen erleben die Miezen und ich bei einem Spaziergang einen herrlichen Sonnenaufgang.

Leider besteht das Reisen nicht nur aus tollen Erlebnissen , sondern auch so alltäglichen Dingen wie Wäsche waschen. Zu diesem Zweck steuern wir einen Waschsaloon in Plasencia an, erledigen diesen lästigen Kram , und fahren zu einem See mit dem Namen " Embalse de Plasencia". Hier stehen wir an herrlichen Weideflächen auf denen sich Schweine, Rinder, Schafe, Pferde und Esel den Platz teilen. Ich kann es nicht lassen, und muss die Schweine mit Eichel füttern, die auf meiner Seite des Weidezauns natürlich viel besser schmecken. Und tatsächlich fressen die Rüsselchen mir aus der Hand.   ;0)))

Zu gerne hätte ich hier ein paar Tage gestanden, aber Stillstand füllt kein Video ;0(

Und das nächste Highlight wartet schon auf uns in Salamanca. 

Salamanca ist eine der beeindruckendsten Städte Spaniens und wird oft als die "Goldene Stadt" bezeichnet. Dieser Name kommt von dem Villamayor-Sandstein aus dem die meisten Gebäude bestehen , und der im Sonnenuntergang golden leuchtet.

Die Universität wurde im Jahr 1218 gegründet und ist die älteste des Landes und sogar eine der ältesten der Welt.

In Salamanca ist es Tradition an der Fassade der Universität den kleinen gemeißelten Frosch zu finden der auf einem Totenkopf sitzt. Wer ihn findet soll der Legende nach Glück im Studium oder bei der Hochzeit haben.  Nicht schlecht , oder ?

Eine Besonderheit dieser Stadt ist, dass zwei Kathedralen direkt aneinander gebaut sind. Die Catedral Vieja, die alte Kathedrale aus dem 12 Jahrhundert, und die Caatedral Nueva, die neut Kathedrale die im 16.-18. Jahrhundert erbaut wurde.

Beide haben wir natürlich besucht...

Unseren Schlafplatz finden wir nach langer Suche und einigen vergeblich angefahrenen Plätzen  außerhalb von Canas, einem sehr kleinen Dorf . Hier stehen wir sehr idyllisch an einem Bach, zwar direkt an der Straße, die jedoch wenig befahren ist. Hier dürfen die zwei Miezen aller erkunden und das frische, kalte Wasser aus dem Bach genießen. Jedoch macht uns Holly einmal mehr Sorgen und wir beschließen am nächsten Tag einen Tierarzt aufzusuchen der unseren Liebling untersucht. 

In Joluga finden wir eine Tierklinik und eine sehr liebevolle und professionelle Tierärztin , die uns leider die schlimmstmögliche Mitteilung macht. Unsere Holly leidet an akutem Nierenversagen und einzig eine Transplantation könnte ihr evt. noch ein wenig mehr Zeit verschaffen... Das ist für uns als Tierfreund keine Option, und schweren Herzens, und vielen Tränen darf mein Liebling in meinen Armen diese Welt verlassen. 

In Spanien ist es leider nicht erlaubt sein verstorbenes Tier aus der Klinik mitzunehmen, und wir fahren zu dritt weiter.

Der schlimmste Tag unserer gesamten Reise, schweigend fahren wir zum " Sad Hill ", diesem berühmten Kulissenfriedhof aus dem Western " Zwei glorreiche Halunken " mit Clint Eastwood .

Der Friedhof befindet sich in der Provinz Burgos im Norden Spaniens, genauer gesagt im Tal von Mirandilla. 

Sergio Leone wählte diese Landschaft, weil die dem amerikanischen Südwester sehr ähnlich sah, die Produktionskosten jedoch wesentlich niedriger waren. So wurde im Jahr 1966 mit Hilfe der spanischen Armee 5000 Scheingräber angelegt.

Nachdem die Dreharbeiten abgeschlossen waren, blieb das Set einfach stehen. Über die Jahre holte sich die Natur das Gelände zurück, bis 2015 eine Gruppe von Fans begann den Friedhof ohne staatliche Hilfe zu restaurieren.

 

Hier auf diesem legendären Gelände gedenken wir unserer kleinen Prinzessin.

Träume süß, sweet little Holly🕯️🐾.

 

Obwohl man hier an diesem Ort Adler und verschiedene Arten von Geiern beobachten kann, haben wir kein Auge für die Schönheit und verlassen relativ schnell diesen Platz.

 

In Pollogomez stehen wir auf dem Wohnmobilstellplatz und von hier aus geht es nach Aparkaleuka Amezketa wo wir eine weitere Nacht verbringen. Beide Plätze haben wir über Park4Night gefunden.

Der Grenzübertritt nach Frankreich ist unspektakulär und die Erlebnisse in diesem Land erzähle ich im nächsten Blog ;0)

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