Ein letzter Blick auf Ancona ...
... und mit ein wenig Verspätung legt die Fähre bei Sonnenuntergang ab. Die Überfahrt von Ancona nach Split dauert durchschnittlich 11,5 Stunden, die wir größtenteils im Bett verbringen können, weil wir von einem Pullmansitz auf eine Außenkabine umgebucht haben. Die Preise variieren unglaublich sodass es sich lohnt genau zu vergleichen. Wären wir einen Tag früher an Bord gegangen, hätte es rund 100€ mehr gekostet. An unserem Abreisetag wurde uns sogar gegen kleines Aufgeld eine Kabine angeboten wegen fehlender Belegung. So kommen wir am recht entspannt in Split an, können ohne Komplikationen von Bord fahren und sind in Kroatien.
Im Vorfeld haben wir schon nach einem Tierarzt gegoogelt , weil wir für Olli einen Tollwut-Titer benötigen der in vielen Ländern außerhalb Europas verlangt wird. Nach einer Fahrt durch den dichten Verkehr von Split erreichen wir die Praxis.
Ein sehr freundlicher und kompetenter Tierarzt nimmt unserem Buben eine Blutprobe die nach Zagreb ins Labor geschickt wird, um den Tollwut-Titer festzustellen. Olli bekommt natürlich eine kleine Belohnung in Form von einem Leckerli und dann können wir auch schon das erste Highlight anfahren. Ich weiß nicht ob Highlight das richtige Wort ist, denn es handelt sich um eine Gedenkstätte gefallender Soldaten.
In der Nähe von Split, oberhalb der Stadt Kaštela wurde dieses Denkmal den 58 gefallenden Soldaten aus der Region gewidmet. Auf dem steilen Weg nach oben ist links und rechts des Weges für jeden einzelnen Soldaten ein Kreuz sowie ein Grabstein mit Namen und Geburtsdaten.
Unseren ersten Schlafplatz in Kroatien finden wir in der Nähe von Radošić unterhalb eines Friedhofes an einem herrlichen Krötenteich. Hier können unsere Miezen richtig auslüften. Wir wurden oft gefragt wo die Katzen während der Fährfahrt waren... Nun die zwei waren in Bruno, in ihrer gewohnten Umgebung mit reichlich Wasser und Futter versorgt, und natürlich auch dem Katzenklo. Alles andere hätte unnötig Stress bedeutet. (Beide haben tief und fest geschlafen als wir morgens in Bruno eingestiegen sind).
Hier verbringen wir einen schönen Nachmittag und eine ruhige Nacht. Der Bube findet langsam auch Gefallen an der Natur ;0))).
Am nächsten Morgen machen wir uns auf in den Nationalpark Krka. Der Nationalpark Krka befindet sich in Südkroatien. Durch ihn fließt die für ihre 7 Wasserfälle bekannte Krka. Der Wasserfall Skradinski Buk liegt im Süden des Nationalparks, in der Nähe der traditionellen Wassermühlen. Im Norden führt ein Naturpfad an einem weiteren großen Wasserfall, dem Roški Slap, und am Kloster von Krka vorbei, das auf römischen Katakomben errichtet wurde. Auf der Insel Visovac befindet sich das Franziskanerkloster der barmherzigen Muttergottes aus dem 15. Jahrhundert.
Über Holzstege und gut befestigte Wege erkunden wir diesen herrlichen Park.
An den Wasserfällen der Krka (Skradinski buk, Roški slap und an den Schleierfällen oberhalb der Roški-Fälle) und in der Schlucht des Flusses wurden in den 1960er Jahren Teile der Winnetou Filme gedreht. (lt. Wikipedia)
Das kristallklare Wasser, die Wasserfälle und die vielen Tierarten die man mit Glück hier sehen kann, sind einfach faszinierend. Leider haben wir unser Wissen nur von Schautafeln, und nicht von Sichtungen.
Gesehen haben wir dieses wilde Schmusekätzchen...
Wir sind total begeistert und gehen eine Teil des Rundwanderweges ein zweites Mal. Wer sich entschließt diesen tollen Nationalpark zu besuchen, sollte vernünftige Schuhe anhaben und den Foto nicht vergessen. Von uns fünf Daumen hoch für den Nationalpark...
Für das Wochenende fahren wir ein Plätzchen unterhalb von einigen Windrädern an, weil wir die Erfahrung gemacht haben, dass die Zufahrtswege meist sehr gut zu befahren sind, und man in der Regel alleine steht. So auch dieses Mal... Die erste Nacht, d.h. von Freitag auf Samstag stehen wir noch am Rand eines solchen Wirtschaftsweges und fahren erst Samstags bis hoch zu einem Steinbruch.
Da für das Wochenende heftige Windböen angesagt weswegen wir uns an einen geschützten Platz stellen und die Ruhe vor dem Wind genießen. Leider können wir nicht zu den Windräder laufen weil ein Verbotsschild und eine Schranke dies untersagen. Also lassen wir die Katzen hier laufen, Olli noch immer an der Leine und Fienchen darf sich frei bewegen. Nachdem Olli auf den ersten Salamander seines Lebens gestoßen ist, und sich heftig erschreckt hat, möchte er sofort auf den Arm und braucht viele Streicheleinheiten ;0))) .
Wir finden hier jede Menge Patronenhülsen was uns den Gedanken aufdrängt, dass hier geschossen wird. Und tatsächlich hören wir wie jemand am Abend seine Schießübungen macht. Eigentlich wollten wir ein bisschen Lagerfeuerromantik veranstalten, aber der zunehmende Wind lässt das nicht zu. Jedenfalls freut sich ein anderer über das von uns gesammelte Brennholz. Alte Pfadfinderregel " Jeden Tag, eine gute Tat " . So verbringen wir das Wochenende wie üblich mit Videoschnitt und Blog schreiben, und genießen diesen herrlichen Platz.
Die neue Woche startet mit Windböen um die 90 km/h und angesagten Regenschauer, weswegen wir lieber wieder runter vom Berg fahren. Im Guduċa Ornitološki Park machen wir einen kurzen Stopp zum Mittagessen.
Der Park ist ein geschütztes ornithologisches Reservat an der Mündung des Flusses Guduća , und ist vor allem für seine unberührte Natur und Ruhe bekannt. Neben zahlreichen Fröschen, Sumpfschildkröten und harmlosen Ringelnattern wurden über 150 Vogelarten entdeckt. Das Gebiet ist geprägt von dichten Schilfgebieten, Sumpflandschaften und Olivenhainen. Das Hauptziel für Besucher ist jedoch der Aussichtspunkt, der einen tollen Blick über das Gebiet und den Prokljan-See bietet. Der Zufahrtsweg zum Aussichtspunkt ist abenteuerlich und führt einen Kilometer über eine Schotterpiste, ist aber gut zu befahren.
Die Nacht verbringen wir unweit der Stadt Jadrija abseits der Wege am Kanal Luka. Der Weg hierher ist allerdings nicht für Fahrzeuge die keinen Kratzer abbekommen dürfen. Unser Bruno kann das aushalten und wir haben einen geschützten Platz.
In Zadar stehen wir auf dem Wohnmobilstellplatz ohne Service neben dem Busbahnhof. Kein schöner Platz, aber um die Stadt zu besichtigen und eine Nacht zu stehen, reicht es alle Male.
Zadar ist eine kroatische Stadt an der dalmatinischen Küste. Bekannt sind vor allem die römischen und venezianischen Ruinen in der auf einer Halbinsel gelegenen Altstadt. An den Stadtmauern liegen mehrere venezianische Tore. Das römische Forum ist vom Kloster St. Marien aus dem 11. Jh. umschlossen, dessen religiöse Kunst bis auf das 8. Jh. zurückgeht. Weitere Gotteshäuser sind die prächtige Kathedrale der Hl. Anastasia aus dem 12. Jh. und die vorromanische Rundkirche St. Donatus aus dem 9. Jh. Google
Kirche St. Donat
Benediktinerinnenabtei zur Heiligen Maria
Doch an diesem Tag wollen wir keine Kirchen besuchen , sondern vielmehr die Meeresorgel von Zadar.
Das Instrument ist unter einer 70 Meter langen, weißen Marmortreppe verborgen, die sanft ins Meer abfällt. Unter den Stufen befinden sich Röhren in unterschiedlicher Länge und Neigung. Die Wellen drücken die Luft durch die Röhren in die Pfeifen, die in Resonanzkammern münden. Je nach Stärke und Rhythmus der Wellen entstehen orgelähnliche Töne.
Nach einem ausgedehnten Stadtbummel durch Zadar, der Besichtigung der Boote die vor Anker liegen und der Besichtigung der Parks, verbringen wir am Busbahnhof wie zu erwarten war eine laute Nacht, müssen aber zu unserer Verwunderung nur 2 Euro bezahlen. In Kroatien können wir an Tankstellen auch unseren Wassertank befüllen, was jedoch immer mit viel Zeit verbunden ist...
...
Das Highlight des heutigen Tages soll ein ganz besonderer "Lost Place " sein, wir besuchen eine verlassene Air Base.
Westlich von Bihać , in der Nähe des Dorfes Željava am Fuß des Bergrückens Pljesvica, wurde zwischen 1957 und 1970 Europas größte Flugzeugkaverne erbaut. Er fasste bis zu 80 MiG-21 Kampfflugzeuge, 110 Piloten sowie 1400 Luftwaffensoldaten. Die Konstruktion sollte einem Atomangriff mit einer Sprengkraft von 20 bis 30 Kilotonnen standhalten. Zum Schutz der Anlage wurde außerhalb der Kaverne eine Garnison mit 5000 Soldaten errichtet und bis zum Ausbruch der Jugoslawienkriege genutzt. Mit dem Rückzug der Jugoslawischen Volksarmee aus Bosnien 1991 wurde die Kavernenanlage und die Pisten mit insgesamt 56 Tonnen Sprengstoff gebrauchsunfähig gemacht. Einige Bereiche im Inneren sind mit PCB kontaminiert, und Teile der Pisten und des Außengeländes sind immer noch stark vermint.
Wikipedia
Ausgerüstet mit Stirnlampe und festem Schuhwerk machen wir uns auf ins Innerer des Hangars. Ich hatte eigentlich mit viel größeren Schäden gerechnet , aber das Ziel war ja die Unbrauchbarmachung der Anlage. Aber der Gruseleffekt hier drin ist der Wahnsinn. Von der Decke strecken sich dir Armierungseisen entgegen, Löcher klaffen im Boden wie riesige Mäuler und das alles im Schein der Stirnlampe. Dazu kommt eine eisige Kälte , die mich noch mehr erschaudern lässt. Ich bin richtig froh als wir an einem der vier Ein/Ausgänge wieder ans Licht kommen. Hier treffen wir auf zwei Motorradfahrer aus der Schweiz, die nach einer kurzen Schilderung des Inneren und einem netten Gespräch ihre Erkundung auf dem Moped beginnen.
Ein toller Lost Place mit einer spannenden Geschichte für Menschen mit starken Nerven ;0))
Weil das Gelände noch mit Minen gespickt ist wollen wir hier nicht übernachten, zumal die Katzen auch noch gelüftet werden wollen. Bevor wir jedoch den Platz für die Nacht anfahren besuchen wir noch das Flugzeugwrack ganz in der Nähe.
Praktisch als Torwächter steht die verlassende Douglas C-47 Skytrain (Dakota) am Eingang des Air Base Geländes. Das komplett ausgeschlachtete Flugzeug ist für Besucher frei zugänglich , und ist ein klasse Fotomotiv ähnlich dem Flugzeugwrack auf Island.
Zum Übernachten sind wir einfach in einen Waldweg eingefahren und an einer kleinen Fläche die von Waldarbeitern zum Holzsägen genutzt wird stehen geblieben. Laut einem Warnschild soll es hier Bären geben und so fällt der Spaziergang mit den Katzen sehr kurz aus, und beide wollen schnell wieder in den LKW.
Und dann kommt das, was jeder der Kroatien bereist sehen möchte. Wir gehen auf Schatzsuchen bei den Plitvicer Seen.
Die Plitvicer Seen die seit 1979 zum UNESCO-Weltnaturerbe gehören sind der größte und der älteste Nationalpark in Kroatien. 16 kaskadenförmig angeordnete Seen, die durch Höhlensysteme und Wasserfälle verbunden sind stellen das Herzstück des Parks dar. Die charakteristischen Seen entstehen durch Sinterbarrieren die sich über Jahrtausende durch das Wirken von Wasser, Luft und Vegetation bilden.
In den 1960 Jahren diente der Park als Kulisse für die Winnetou Filme vor allem " Der Schatz im Silbersee".
Den Schatz haben wir leider nicht gefunden, aber den Frosch (Kröte) im Silbersee.
Am Eingang muss man sich entscheiden welche Route man gerne gehen möchte. Es gibt insgesamt drei Wanderrouten , die kürzeste ist 3,5 km lang, die längste Wanderung erstreckt sich über 18km. Wir haben uns für die goldene Mitte entschieden und machen uns auf etwas mehr als 8 km auf den Weg. Natürlich ist auch an den heißesten Tagen das Baden und Schwimmen in den Seen nicht erlaubt.
Das ist nur eine sehr kleine Auswahl an Bilder die ich gemacht habe, aber mehr würden diesen Rahmen sprengen.
Im Eintrittspreis enthalten ist auch eine Fahrt über den Kozjak See der die unteren und oberen Seen miteinander verbindet. Die Fahrt mit dem Elektroboot dauert etwa 15 - 20 Minuten, und wer nicht die vollen 18 km wandert darf am Ende noch eine Runde mit der Bimmelbahn fahren...
Für uns war der Besuch der Plitvicer Seen ein wunderschönes Erlebnis, auch wenn die Sonne nicht wirklich Zeit für uns hatte.
Die Nacht verbringen wir unweit des Nationalparks auf dem Parkplatz eines Friedhofes wo die Katzen nach Herzenslust springen und lüften dürfen. Am frühen Abend kommt ein weiterer Camper angefahren und wir lernen ein junges , französisches Pärchen kennen und haben ein sehr netten Austausch über das Reisen, Gott und die Welt. Nach einer sehr entspannten , ruhigen Nacht geht es für uns am nächsten Tag weiter nach Fuzine. Es soll dort eine gut erhaltene Westernstadt geben und die wollen wir uns anschauen. Wie so oft folgen wir einer für Google typischen Route, und die sind bei uns bekanntlich immer abenteuerlich ;0))).
Rot sind wir, grün die reguläre Asphaltstraße. Und wieder stellen wir uns die Frage " WARUM " ! Klar, Thomas kann wunderbar Autofahren und hat keinerlei Probleme mit engen, steilen Waldwegen auf denen uns auch schon mal ein Langholzlader entgegen kommt. Aber echt jetzt, wer denkt an meine Nerven ? , (alles nicht so Ernst gemeint, wir hatten Spaß auf dem Weg dorthin ).
Die Westernstadt Roswell wurde im Jahr 2015 als Filmkulisse für die RTL Neuverfilmung der Winnetou Trilogie erbaut und ist heute eine Touristenattraktion. Inmitten herrlicher Natur darf man hier Wild-West Atmosphäre schnuppern. Die Holzhäuser sind weitgehend erhalten geblieben, wie z.B. der Saloon mit Klavier, das Büro des Sheriffs, eine Schmiede und eine Kapelle. In einem der Häuser kann man Bilder von der Entstehung der Filme anschauen und sich einen kleinen Überblick verschaffen.
Nicht nur das Winnetou Wochenende , auch Kochwettbewerbe und Filmabende finden regelmäßig statt. Da wir außerhalb der Saison da sind, haben wir alles für uns alleine :0))))
Fienchen darf springen und aller erkunden, der Bube noch an der Leine aber genauso neugierig.
Erst am nächsten Tag kommen drei Besucher mit Quads angedonnert um die Westernstadt zu besichtigen.
Für das Wochenende hat Thomas für uns einen tollen Platz mit Blick auf den Vela Pesa - Rock ausgesucht, einen Berg der bei Kletterern sehr beliebt ist.
Olli geht mit mir spazieren und zeigt mit wie schön die Plätze unter den Dornenbüschen sind, oder auch wie gut er doch schon klettern kann. Kurz gesagt wir verbringen viel Zeit draußen...
... und erleben einen schönen Sonnenuntergang. Der Sonntag ist Arbeitstag und gehört dem Blog schreiben und dem Videoschnitt, so zumindest wenn es nach Plan läuft. Leider ist der Sonntag ein Migränetag und voll für die Tonne. Als ich wieder Licht und Geräusche ertragen kann ist es später Nachmittag. Also verschiebe ich meine Arbeit auf den Montag und wir starten am Dienstag in eine neue Videowoche , und zwar in Krk. Die Insel Krk ist neben der Insel Cres eine der beiden größten Inseln Kroatiens, außerdem ist sie auch sehr einfach zu erreichen. Die Krk-Brücke verbindet die Insel mit dem Festland.
Seit 2020 ist die Brücke für alle Fahrzeuge komplett Gebührenfrei.
Wir parken auf dem einzigen für Wohnmobile erlaubten Parkplatz und gehen zu Fuß in die Altstadt. Direkt am Meer ist die massive Frankopan-Festung .
Frankopan ist der Name eines der mächtigsten kroatischen Adelsgeschlechter, die über große Teile Kroatiens herrschten.
Offiziell als Kirche der Himmelfahrt der Jungfrau Maria bezeichnet, wird sie im Volksmund als Krk-Kathedrale bezeichnet.
Zum Abschluss noch ein Bummel am Hafen bevor wir zurück zu den Katzen und Bruno gehen. Alles was wir fußläufig erreichen konnten haben wir gesehen, und ganz ehrlich ich war etwas enttäuscht.
Auf der Suche nach einem Platz für die Nacht entdecken wir das Castel Salatic...
Unterhalb des Ortes Salatici befindet sich die Ruine des Kastel, wobei es sich hier nicht um eine Festung handelt sondern vielmehr um den Landsitz oder die Sommerresidenz einer unbekannten Adelsfamilie. Die Anlage stammt vermutlich aus dem 15. Jahrhundert, jedoch sind nur noch einige steinerne Mauern zweier Gebäude erhalten. Mutter Natur hat hier ganze Arbeit geleistet und sich viel zurück geholt. So schön der Ort auch ist, können wir hier nicht übernachten und verlassen die Insel . Zurück auf dem Festland übernachten wir in einer Schneise die durch einen Wald führt. Wir vermuten dass hier irgendwelche Leitungen von der Küste ins Landesinnere verlegt wurden, und für uns einen herrlichen Platz bieten. Die Katzen werden ordentlich gelüftet, und der wenige Verkehr der durchkommt stört sich nicht an uns.
Wir sind unweit der Stadt Senj und was ist da naheliegender als sich an die Kindheit und die Serie "Die rote Zora" zurück zu erinnern. Der Schweizer Kurt Held schrieb den Roman "Die rote Zora und ihre Bande" der 1979 als 13-teilige Fernsehserie ausgestrahlt wurde. Die Episoden wurden hauptsächlich in Senj gedreht, und genau die wollen wir uns anschauen.
Die historische Hafenstadt Senj gilt als die älteste Stadt der oberen Adria. Sie liegt im Süden der Kvarner Bucht am Fuße des Velebit-Gebirges. Sie ist vor allem für ihre Festung Nehaj, ihre reiche Geschichte und den starken Fallwind Bora bekannt. Und mit diesem Fallwind machen wir an diesem Tag Bekanntschaft.
Über die Festung Nehaj kann ich euch berichten dass diese aus dem 16, Jahrhundert stammt und der Hauptsitz der Uskoken ( Uskoken waren eine militärische Gemeinschaft von Kriegsflüchtlingen ) war. Im Inneren der Festung ist eine Dauerausstellung und ein Restaurant.
Auch Zora und ihre Bande nannten sich die "Uskoken", doch wie zu erwarten hat sich Senj im Laufe der Zeit stark verändert und modernisiert, sodass von dem alten Fischerdorf aus der Serie nicht mehr viel übrig geblieben ist.
Nach einem kurzen Besuch des Hafens, gehen wir zurück zu Bruno und fahren einen Stellplatz mit Blick über die Stadt an. Hier können die Miezen ein wenig raus und sich von dem wirklich starken Wind das Fell zerzausen lassen ;0))) Wie schon erwähnt liegt Senj am Fuß des Velebit-Gebirges welches Gänsegeiern ein perfektes Zuhause bietet, und wir haben das Glück welche am Himmel fliegen zu sehen. Allerdings sind die Geier für unsere Kamera nicht einzufangen. Zum Übernachten ist der Platz allerdings nicht geeignet ( Wind ) sodass wir am Spätnachmittag eine Parkbucht an der Straße anfahren.
Direkt neben unserem Parkplatz führt ein Weg den Hang hinauf den wir uns anschauen, gespannt darauf wohin er führt. Zu unserer großen Überraschung finden wir eine Fütterungsstelle für Gänsegeier, an der verendete (von Fahrzeugen angefahrene ) Tiere abgelegt werden wie die Überreste deutlich zeigen.
Die kommende Nacht verbringen wir in der Nähe von Novigrad auf einem Taucherparkplatz, machen Bekanntschaft mit einer Kuhherde die an uns vorbei geht, und machen einen ausgedehnten Spaziergang mit den Katzen.
Eine erholsame Nacht später fahren wir weiter zur Burg Klis die durch die Serie " Game of Thrones "Bekanntheit erhalten hat. In der Serie diente sie als Stadt Meeree.
Aufgrund ihrer strategisch günstigen Lage zwischen den Gebirgen Kozjak und Mosor galt die Festung jahrhundertelang als militärisches Nadelöhr. Wer die Festung kontrollierte, beherrschte den Zugang vom Landesinneren zur adriatischen Küste. Sie war königlicher Sitz kroatischer Herrscher und hart umkämpftes Bollwerk gegen die osmanischen Türken. Später hinterließen auch Venezianer und Österreicher ihre Spuren an den steinernen Wehrmauern.
Nach der Besichtigung der Burg machen wir uns auf und suchen einen Wochenendplatz den wir nach mehreren Anläufen bei Potravlje an einem herrlichen See finden.
Der See ist ein beliebtes Naherholungsgebiet und wird von den Einheimischen oft und gerne besucht. Nach der ersten Nacht versorgen wir uns im Ort mit Lebensmitteln fürs Wochenende , und fahren zurück. Die Katzen können hier nach Herzenslust toben und wir genießen die Sonne. Kurzentschlossen holen wir das Kanu vom Dach und gehen paddeln.
Wir haben hier eine wirklich schöne Zeit verbracht die wir alle vier sehr genossen haben. Aber ... weiter geht´s.
Während wir Sonntags arbeiten, gehen die Katzen ihrer Lieblingsbeschäftigung nach.
Und zwar fahren wir einen Wanderparkplatz bei Caporice an, weil es hier eine Ruine zu besichtigen gibt.
Die Burgruine Nutjak liegt auf einen steilen Felsvorsprung über der Schlucht des Flusses Cetina und bietet einen wundervollen Blick über das Tal. Die Festung aus dem 15. Jahrhundert war einst ein wichtiger Verteidigungspunkt der Region und diente 1965 sogar als Filmkulisse für einen Winnetou-Film.
Eine alte Blechtafel informiert darüber dass es verschiedene Schlangenarten hier gibt, was mich schon ein wenig (mächtig) in Angst und Schrecken versetzt. Aber wir treffen keine an... Gott sei Dank ;0)))
Der nächste Tag beginnt für mich erst am Nachmittag, weil die Migräne wieder mit Macht zugeschlagen hat. Dafür hat sich der Tierarzt gemeldet und wir können die Papiere sprich den Tollwut-Titer für unseren Buben abholen. Das es in Split zugeht wie in jeder anderen Großstadt , mit viel Verkehr und ein einigen Verrückten muss ich nicht erwähnen. Dennoch sind wir heilfroh als wir alles erledigt haben und weiter in Richtung Dubrovnik kommen. Die Nacht verbringen wir auf einem ganz normalen Rastplatz an einer spektakulären Brücke...
Die Peljesac-Brücke verbindet die süddalmatische Halbinsel Peljesac direkt mit dem kroatischen Festland. Dadurch wird die Exklave rund um Dubrovnik auf dem Landweg erreichbar, ohne den zu Bosnien und Herzegowina gehörenden Neum-Korridor durchqueren zu müssen.
Es halten hier viele Reisebusse die auf dem Weg nach Dubrovnik sind nochmal an, die Touristen benutzen die WC´s , machen Fotos von der Brücke, und sind wieder weg. Auch wir machen uns auf den Weg und fahren einen Bezahlparkplatz der für Wohnmobile geeignet ist an. Bevor wir gehen legen wir die Kühlmatten für die Miezen aus, stellen extra Wasserschalen hin und ziehen die Vorhänge zu um für angenehme Temperaturen zu sorgen. Und dann starten wir in das Abenteuer "Dubrovnik".
Die historische Küstenstadt Dubrovnik wird gerne als Perle der Adria bezeichnet und gehört seit 1979 zum UNESCO - Welterbe. Die autofreie , mittelalterliche Altstadt ist vollständig von einer begehbaren Stadtmauer umgeben, der Eintritt für den Besuch der Stadtmauer ist mit 40 Euro pro Person jedoch ordentlich gesalzen. Nicht umsonst gehört Dubrovnik zu den teuersten und am stärksten vom Massentourismus geprägten Reisezielen Europas.
Die beeindruckende Kirche des Franziskanerklosters befindet sich direkt am Anfang der berühmten Hauptstraße Stradun. Die Kirche wurde nach dem schweren Erdbeben von 1667 im barocken Stil wiederaufgebaut, während das Portal im gotischen Stil erhalten blieb.
Obwohl erst April ist sind schon viele Touristen (so wie wir) in Dubrovnik unterwegs. Also schwimmen wir mit dem Strom, entlang dem Stradun der Hauptgasse , dessen Kalksteinboden über die Jahrhunderte glatt poliert worden ist.
Die bis zu 25 Meter hohe , komplett begehbare Stadtmauer ist das absolute Wahrzeichen der Stadt. Von hier oben soll man einen spektakulären Blick auf die roten Ziegeldächer und das tiefblaue Meer haben. Uns war der Eintritt jedoch viel zu teuer, sodass wir auf dieses Vergnügen dankend verzichtet haben ;0) !
Mit diesem herrlichen Blick auf die Nymphe und den Satyr verlassen wir diesen Touristenhotspot und fahren unseren Schlafplatz der wenige Kilometer vor der Grenze nach Montenegro liegt an. Montenegro wollen wir nur durchfahren ohne Stopp um nach nur wenigen Stunden in Albanien anzukommen. So der Plan, aber das erzähle ich euch im nächsten Blog.
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